Ablauf

Gedanken zur Psychotherapie

Ich empfehle vor Therapiebeginn einen Achtsamkeitskurs. Durch das vertiefende, wache Bei-Sich-Sein, das sich aus regelmäßigen Achtsamkeitsübungen entwickelt, werden Gedanken, Gefühle, Körpererfahrungen, Impulse und Verhaltensmuster leichter und deutlicher erkennbar. Der Kurs kann zwar keine Therapie ersetzen, führt jedoch zu einer weit höheren Selbstkompetenz, die während der Therapie durch entsprechende Achtsamkeitsübungen den Therapieverlauf deutlich unterstützt.

Telefonisches Erstgespräch

Auf Ihre Anfrage per Mail oder durch einen direkten Anruf entsteht der Kontakt für ein telefonisches Erstgespräch. Gemeinsam erkunden wir, welches Vorgehen für die von Ihnen geschilderten Beschwerden sinnvoll ist. Die Kursinhalte von MBSR und auch MBCT werden vorgestellt, um zu prüfen, ob ein passender Achtsamkeitskurs das Beschwerdebild mildern oder gar auflösen kann.  Je nach Thematik kann auch eine Aufstellung oder der direkte Beginn einer Psychotherapie sinnvoll sein.

Erster Termin in der psychotherapeutischen Praxis

Die erste therapeutische Sitzung in der Praxis dient dem Kennenlernen. Gemeinsamen erkunden wir Ihre Beschwerden und Therapiewünsche. Hier ist Raum für alle Fragen zur psychotherapeutischen Behandlung. Gerne erörtere ich hilfreiche Therapieansätze und bespreche, welches Vorgehen sinnvoll sein kann. Achtsamkeitsübungen sind hier oft sehr unterstützend für ein Voranschreiten der Therapie.

Arbeitsphase in der Psychotherapie

Gemeinsam erkunden wir vertiefend das Feld Ihrer Beschwerden.

Verhaltensmuster und deren Kontexte werden deutlicher.

Je nach Beschwerdebild entwickeln sich in der Arbeitsphase unterschiedliche Herangehensweisen. So gibt es die Möglichkeit, über eine körpertherapeutische Kontaktaufnahme Hinweise auf die dahinterliegende Schwierigkeiten zu bekommen und hierfür neue heilsame Wege aufzuzeichnen. Mitunter kann eine Aufstellung hilfreich sein, das größere Bild des Systems mit detaillierten Informationen und Lösungsoptionen zu zeigen. In anderen Momenten kann es unterstützend sein, gerade mit in einem MBSR- oder MBCT-Kurs erlernten Achtsamkeitsübungen für die eigenen, verletzten kindlichen Anteile die Bezugsperson zu sein, die in früheren Jahren in bestimmten Bereichen nicht hilfreich zugegen war. So üben Sie mehr und mehr für sich selbst das zu sein, was immer gefehlt hat und oft im Außen gesucht wurde.

Ende der Therapie

Grundsätzlich gilt, dass Sie die Therapie zu jedem Zeitpunkt beenden können. Sinnvoll ist ein Therapieende beim Abklingen des Beschwerdebildes oder beim Erreichen eines gesetzten Therapiezieles, wenn Sie feststellen können, dass das psychosomatische Erfahrungsbild sich wohltuend gelöst hat und Sie neue hilfreichere Wege gefunden haben, im Leben zu sein.

Eine Änderung im Umgang mit ungünstigen Gedankenmustern und schwierigen Gefühlen, neue innere Referenzpunkte und Sichtweisen und ein gelassenerer Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens kann im Fall von Depressionen unterstützend sein.  Eine erhöhte Stresskompetenz, abklingende Burnout-Beschwerden, vielleicht sogar ein neuer Blick auf die Lebensvielfalt führen oft nicht nur zu Verhaltensänderungen, sondern auch zu allgemeine Haltungsänderungen.

Eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis unterstützt wohltuend auch über die Therapie hinaus, gelassener, zufriedener und auch dankbarer im Leben zu sein.